Übermäßiges Schwitzen – Hyperhidrose
Übermäßiges Schwitzen ist behandelbar
Warum kommt es zum übermäßigen Schwitzen?
Wie kann der Arzt bei Hyperhidrose helfen?
Zunächst müssen eventuelle Erkrankungen ausgeschlossen, bzw. behandelt werden. Beim anlagebedingten Schwitzen können zum Beispiel Aluminiumhydroxit-Lösungen oder Salbeipräparate einen positiven Effekt haben. Die Behandlung des übermäßigen Schwitzens durch Tabletten scheitert in der Regel an den häufigen Nebenwirkungen der Medikamente.
Gute Behandlungserfolge erzielt man mit der Injektion von Botolinumtoxin A in die betroffenen Areale. Die Wirkung hält vier bis sechs Monate, manchmal auch bedeutend länger an. Sie ist oftmals die einzig effektive Therapie bei der Hyperhidrose der Hände, Füße und des Kopfes, wird aber noch häufiger an den Achseln eingesetzt. In Deutschland ist Botolinumtoxin A zur Behandlung der Hyperhidrose zugelassen. Bei nachgewiesener Krankhaftigkeit des Schwitzens übernehmen die privaten Krankenkassen in der Regel die Kosten der Behandlung.
An den Achseln hat sich in den letzten Jahren immer mehr die Schweißdrüsenabsaugung durchgesetzt. Mit diesem Verfahren ist es mit einem einmaligen Eingriff in lokaler Betäubung möglich, die übermäßige Schweißproduktion dauerhaft deutlich zu reduzieren oder sogar ganz auszuschalten.
Bei nachgewiesener Krankhaftigkeit des Schwitzens übernehmen die privaten Krankenkassen in der Regel die Kosten sowohl für die Behandlung mit Botolinumtoxin als auch für die Absaugung.